Pantopode - AsselspinneMontag der 21. Mai 2007, unser zweiter Tag, in der Meeresschule begann mit dem Thema „Algenphytal“.
Dies ist der oberste und lichtstärkste Lebensraum des Meeres. Algen befinden sich aber nicht nur im Meer, sie sind auch in Lebensmitteln wie Eis, Pudding und Joghurt enthalten, sowie auch in Kosmetikartikeln und schMedikamenten. Die auffälligsten Algengruppen sind die Rotalgen, Braunalgen und Grünalgen.

SchnorchelnDie Rotalgen entwickelten sich im Laufe der Evolution am frühesten. Die Braunalgen bilden häufig Tangwälder und als Beispiel für eine hier häufig vorkommende Grünalge lernten wir die Meerkette kennen. Der Schichtenbau des Algenphytal besteht aus der hohen und niederen Strauchschicht, der Rasenschicht und der Krusten- und Polsterschicht.

Die Anordnung der Algen hängt mit den unterschiedlichen Wellenlängen des Lichtes zusammen. Die Spektralfarben des Lichtes dringen aufgrund ihrer verschiedenen Wellenlängen unterschiedlich tief in das Wasser ein. Da blau am tiefsten eindringt, erscheint der Ozean blau. Rot ist im Meer eine Tarnfarbe, da sie nur ein bis zwei Meter weit eindringt.

SchnorchelnNach der einführenden Theorie holten wir unsere Schnorchelausrüstung und quälten uns in das eiskalte Mittelmeer ("nur" 20°), um Proben von Algen herauszufischen. Dies gelang uns mit einem kleinen Becherglas. Anschließend marschierten wir durchnässt (Handtuch vergessen?) in die Meeresschule zurück und untersuchten die Alge Halopteris. Wir schüttelten die Algenbüschel aus und mikroskopierten die übrig gebliebenen winzigen Tiere. Im Salzwasser konnte man Seespinnen, Flohkrebse, Gespenstschrecken, Borstenwürmer, Muschelkrebschen, kleine Schnecken und Muscheln entdecken. In vergrößerter Form unter dem Mikroskop oder dem Binokular waren es eindrucksvolle Tiere. Jeder suchte sich sein Lieblingstier aus, um es genauer zu untersuchen und zu zeichnen.

Um zwölf Uhr endete das Vormittagsprogramm und wir konnten essen, faulenzen sowie die Sonne und das Meer genießen.

LaborarbeitFrisch erholt, fanden wir uns am Nachmittag wieder am Platz vor der Meeresschule zusammen. Wir begannen mit dem Thema Vagilfauna. Zuerst besprachen wir die verschiedenen Fortbewegungsarten der Meeresbewohner. Die Wassertiere bewegen sich durch das Rückstoßprinzip, mit Flossen, Saugarmen oder Beinen fort. Danach diskutierten wir drei verschiedene Gruppen der vagilen Vertreter, die Krebse (Crustaceae), Weichtiere (Mollusca) und Stachelhäuter (Echinodermata). Dann wurden ihnen einige hier vorkommende Vertreter zugeordnet. Je zwei SchülerInnen entschieden sich einen dieser Vertreter bei einem anschließenden Schnorchelgang zu finden. Alle zwängten sich zum zweiten Mal in die engen und stickigen Neoprenanzüge und überwanden sich aus Neugierde in die eisige Adria einzutauchen. Danach begann die etwas längere Suche nach den unterschiedlichen Tieren, die sich als äußerst schwierig herausstellte. Wegen der guten Zusammenarbeit gelang es trotzdem diesen Auftrag zu erfüllen. Nach der aufregenden Jagd freuten sich alle auf die warmen Sonnenstrahlen, wodurch sich unsere leicht unterkühlten Körper wieder auftauten.

LaborarbeitRoutiniert beobachteten, beschrieben und zeichneten wir unsere gefangen Beute. Dabei bekamen wir einen besseren Einblick in die Welt der Krabben, Einsiedlerkrebse, Käferschnecken, Seeohren, Seegurken, Seeigel, Garnelen, Nacktschnecken und Schlangensterne, die wir in verschiedenen Meerestiefen fanden. Abschließend präsentierten wir uns gegenseitig die neu gewonnen Informationen und erwarben jede Menge neues Wissen über das Aussehen, den Aufbau, die Lebensweise und den Lebensraum dieser Tiere.

Nach dem langen, anstrengenden aber auch informativen und interessanten Tag vielen wir müde auf unsere, in den Zelten befindlichen, etwas unbequemen „Betten“ genannt Isomatten.

Pia Fauland, Kerstin Hammer, Martina Kanka, Kristina Miedl-Rissner 7A

Amphipode - Flohkrebs Skizze: Amphipode - Flohkrebs Clibarnarius erythropus - Felsküsteneinsiedlerkrebs Makrofauna - Nachbearbeitung


Sphaerechinus granularis - Violetter Seeigel - Mundfeld

klimaneutral gehostet