FelsküstenvortragAm 20. 05. begann das Programm der Meeresbiologischen Woche 2007. Die erste Einheit hieß: Felsenküste- Lebensraum der Extreme.
Als Einführung erklärten uns Sonja und Tom die Entstehung des Mittelmeeres. Das Mittelmeer ist ein „junges“ Meer. Es ist ca. 5,3 Mio. Jahre alt. Die Entwicklung begann damit, dass die afrikanische und die europäische Platte aufeinander trafen.

Seit der Besiedelung dieses Gebietes war der Bereich um das Mittelmeer immer schon ein wichtiger Handelsraum. Einen großen Einfluss auf den Lebensraum Küste haben die Gezeiten. Der Wasserspiegel verändert sich, das heißt bei der Ebbe sinkt der Wasserspiegel und bei der Flut steigt der Wasserspiegel. Das Wort Tidenhub beschreibt den Unterschied zwischen dem Hochwasser und dem Niedrigwasser. Mit 40 - 50 cm ist der Tidenhub im Mittelmeer vergleichsweise gering.

Raus an die KüsteDanach gingen wir an die Kalkküste, wo wir selber arbeiten durften. Die Kalkküsten werden in drei Zonen eingeteilt. Ganz unten am Wasser befindet sich die Braune Zone, etwas darüber befindet sich die Graue Zone und daran schließt die Weiße Zone an. Cyanobakterien färben die Steine und die Poren der Grauen Zone. Die Braune Zone wird ständig durch die Brandung nass. Die Graue Zone wird manchmal durch starke Wellen von Wasser bedeckt. Die Weiße Zone erreicht nur sehr selten Wasser „Sprühwasser“.

Wir erforschen die FelsküsteNach der Theorie kamen wir zur Praxis. Wir wurden in drei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hatte den Auftrag ein Küstenprofil zu untersuchen. Dazu bekamen wir einen Eimer, mehrere Behälter, Kescher, sowie ein Maßband. Als erstes mussten wir die Gesamtlänge von der Wasserlinie bis zum terrestrischen Lebensraum abmessen. Eine Person pro Gruppe wurde beauftragt Protokoll zu führen, eine zweite Person hatte den Auftrag eine möglichst genaue Skizze der drei Zone zu erstellen. In die Skizze wurden mittels Symbolen die Positionen der Tiere und Pflanzen eingetragen.

Fauna und Flora des Lebensraumes Felsküste war vielfältig. Wir fanden sehr viele standorttypische Tiere und Pflanzen. Unsere Gruppe hat sogar einen lebendigen Seeigel aus dem Meer geholt.

Coryphoblennius galerita - amphibischer SchleimfischAußerdem wurden noch andere lebensraumspezifische Tierarten und Pflanzen wie z. B. Felskrabben, Garnelen, Schleimfische, Turbanschnecken, Strandnelke, Meerfenchel, Rot- und Braunalgen, Seepocken, Napfschnecken, Strandschnecken und Seeanemonen gefunden.

Als Abschluss dieser Einheit musste jede und jeder von unserer Klasse ein Tier oder eine Pflanze vorstellen. Dabei war die optimale technische und mediale Ausrüstung der Meeresschule sehr hilfreich.

SchnorcheltrainingSonja und Tom, die Referenten der Meeresschule, verpassten uns eine künstliche Froschhaut „Neoprenanzug“. Zur Abrundung des Programms durften wir am Nachmittag im doch etwas frischen Wasser schnorcheln. Für einige von uns war dies die erste Begegnung mit dem Schnorchel und den Schwimmflossen. Unsere Neugierde ist geweckt worden, wir freuen uns auf unsere morgigen Wassertouren.

Alles in allem war dieser Tag wirklich sehr gelungen.

Daniela Litscher, Corinna Pertl 7.A

Actinia equina - Purpurrose Chthamalus stellatus - Sternseepocke Nemalion helminthoides - Wurmtang Crithmum maritimum - Meerfenchel


Monodonta turbinata - Turbanschnecke Patella sp. - Napfschnecke Sammelsurium 'Nachbearbeitung' im Kursraum


Schnorcheltraining Schnorcheltraining

klimaneutral gehostet