Über die ganze Woche verteilt erfuhren wir tagtäglich neue Details zum Thema Meeresnutzung und -verschmutzung. Das Mittelmeer hat eine negative Wasserbilanz, was bedeutet, dass mehr Wasser verdunstet, als durch Zuflüsse und Regenfälle hinzukommt. Ausgenommen ist die Meerenge von Gibraltar, die genügend Wasser zum Halten des Meeresspiegels einbringt. Durch vom Menschen herbeigeführte Rückstauung des Flusswassers kommt es zur Verstärkung der negativen Wasserbilanz.

So greift der Mensch auch mit dem Überdüngen von Feldern ein, da die überflüssigen Nährstoffe durch Flüsse wie den Po, in das oligotrophe (nährstoffarme) Mittelmeer gelangen. Dies führt zur Eutrophierung. Die Algen, welche sich als einfache Organismen schneller auf neue Situationen einstellen können, vermehren sich explosionsartig. So kann in Extremfällen Meeresschnee entstehen, der darunter lebenden, pflanzlichen Organismen das Licht nimmt, welche dann absterben. Die bedeckten Algenschichten erhalten kein Licht mehr, sterben ab und sind ein Nährboden für Bakterien und Viren.
Jedoch sind Algen wichtig für vieles, wie z.B. Futter, Kosmetika, Jod, Dünger, Speiseeis, Medikamente, Geliermittel aus Braunalgen und Agar als Nährboden z.B. für Bakterienkulturen.

Die Schifffahrt birgt ebenfalls Gefahren, wie die Lärmbelästigung, wodurch Wale und Delphine in ihrer vom Echolot gesteuerten Navigation und Kommunikation gestört werden, dass sie z.B. stranden. Auch führt die Verschmutzung durch Öle aus Bohrinseln, Tankern und anderen Schiffen zu schweren ökologischen Schäden.

Die industrielle Fischerei, welche von den Konsumenten z.B. aus den europäischen Staaten mitgetragen wird, ist ein erheblicher Grund für die überfischten Meere, besonders dem Mittelmeer und den Küsten um Großbritannien und die Spanische Halbinsel. So werden mit barbarischen Methoden wie z. B. Schleppnetzfischerei Tonnen von unverwertbaren Organismen getötet und ganze Ökosystem, unter anderem die Seegraswiesen zerstört. Für wenige Zentimeter Wachstum einer Seegraswiese, braucht diese Jahrzehnte. Viele Speisefische sind dadurch bedroht. Man sollte deshalb auf Thunfisch, Bonito, Kabeljau, Dorsch, Scholle, Heilbutt, Hoki, Wildlachs, Atlantischer und Pazifischer Lachs, Rotbarsch, Hai, Dornhai, Seeaal, Schwertfisch, Kaisergranat und bestimmte Tiefseefische verzichten. Bei Fischgenuss sollte man auf das Gütesiegel MSC („Marine Stewardship Council“) achten. Dieses Siegel garantiert, dass nicht mehr Fische gefangen werden als für unsere Meere umweltverträglich ist.

Nach Studien müssten 40% der Weltmeere Schutzgebiete sein, um eine Regeneration der Lebewesen nachhaltig zu sichern.

Plastiksäcke, die das Meer verschmutzen, werden leider zu oft von Delphinen und Schildkröten mit Quallen verwechselt, worauf diese daran Ersticken oder wegen Darmverschluss sterben.
Philipp Rouschal 7a

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